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Aktuelle Veröffentlichungen & Beiträge

Willkommen in unserem Aktuelles-Bereich. Hier finden Sie eine Übersicht unserer neuesten Texte, Berichte und Publikationen. In den folgenden Tabellen haben wir für Sie aktuelle Veranstaltungs- und Buchrezensionen sowie ausgewählte Vorträge und Aufsätze zusammengestellt.

Weiter unten auf dieser Seite finden Sie zudem ausgewählte Buchempfehlungen und Rezensionen rund um die Arbeit der Gedenkbibliothek sowie historische Aufarbeitung.

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Buchempfehlungen

Die Geschichte der Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Ursula Popiolek

Die Gründerin und langjährige Vorstandsvorsitzende der Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus, Ursula Popiolek, gibt hier auf 340 Seiten einen bebilderten Abriss über die bewegte 30-jährige Geschichte der Berliner Institution im Herzen Berlins.

Die 1990 unter der Idee „Sammlung ehemals verbotener Bücher“ gegründete Gedenkbibliothek ist eine Spezialsammlung von Sach- und erzählender Literatur zur Aufklärung über die Ursachen und Folgen des Sowjetkommunismus als universeller Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Welt. Die Bibliothek umfasst über 15.000 Werke vor allem zur Sozialismusforschung, zur DDR-Geschichte mit Schwerpunkt Justiz und Staatssicherheit, Opposition und Widerstand, zur Geschichte der ehemaligen Sowjetunion und ihrem Repressionsapparat sowie der Verbrechen des „Stalinismus“; ferner Haft- und Lagererinnerungen (auch Manuskripte) sowie Literatur ehemaliger oppositioneller DDR-Schriftsteller und Dissidenten des Ostblocks.

Mit dieser Internetpräsentation ist der gesamte Bibliotheksbestand online abzufragen. In über 750 Vortragsveranstaltungen mit einem großen Interessentenkreis hat sich die Gedenkbibliothek seit ihrer Gründung als fester Standort für die politische Bildung in Berlin etabliert. Außerdem bietet sie mit ihren Räumlichkeiten einschließlich des Lessinghauses Platz für Ausstellungen und Möglichkeiten für Begegnungen mit Zeitzeugen sowie Betroffenen.

Herausgeber: OEZ Berlin-Verlag (1. Edition, 1. Oktober 2020)
Umfang: Gebundene Ausgabe, 340 Seiten
ISBN-13: 978-3899983654 (ISBN-10: 3899983653)
Preis: 29,90 Euro

Aufklärung ohne Grenzen. 25 Jahre Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus. Jubiläumsalmanach 2015

Ursula Popiolek

In den Aufbruchsherbst `89 fällt die Geburtsstunde einer einzigartigen Spezialsammlung ehemals in der DDR verbotener Bücher zur Aufklärung über Ursachen und Folgen des Stalinismus und Kommunismus. Und bereits ein Jahr später, am 14. Dezember 1990, konnte im freiheitlich-demokratisch wiedervereinigten Deutschland ein von Frau Ursula Popiolek gegründeter Förderverein die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Stalinismus in Berlin am Hausvogteiplatz mit einer würdigenden Festrede von Prof. Wolfgang Leonhard eröffnen.

Diese Spezialbibliothek wurde zugleich auch eine Begegnungsstätte ehemaliger politischer Opfer und Widerständler sowie ein Veranstaltungsort für politische Bildung, insbesondere zur Aufklärung über Machtstrukturen und Verbrechen des Sowjetkommunismus im besetzten Osteuropa. Unter dem Motto „ERINNERN UND LESEN STATT VERGESSEN“ wird mit dieser umfangreichen Publikation mit vielen Vortragsrezensionen die 25-jährige Geschichte der Gedenkbibliothek dokumentiert. Eine umfangreiche aktuelle Bibliographie zum Umgang mit dem Erbe des Kommunismus in Deutschland und Osteuropa rundet diesen Band ab.

Herausgeber: Osteuropazentrum Berlin-Verlag (1. Edition, 4. Dezember 2015)
Umfang: Broschüre, 574 Seiten
ISBN-13: 978-3942437462 (ISBN-10: 3942437465)
Preis: 29,90 Euro

Kultur-Staatssekretär André Schmitz ehrte Ursula Popiolek mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik

10. Januar 2012 in der Gedenkbibliothek

Es war ein großer Tag für die Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Gedenkbibliothek Ursula Popiolek, aber auch für ihre vielen Mitstreiter: Nach einer musikalischen Einleitung der Cellistin Franziska Kraft und der Geigerin Thurid Siebert erhielt Popiolek in Vertretung des Bundespräsidenten von dem Berliner Staatssekretär für Kultur André Schmitz (SPD) das Verdienstkreuz am Bande.

Unermüdlich hat sie sich für die Aufklärung totalitärer Machtstrukturen, die Förderung von Rechtsstaatlichkeit und des bürgerlichen Engagements sowie die Verbreitung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stark gemacht. Der Bundespräsident hatte am 13. August 2011 – genau am 50. Jahrestag des Mauerbaus – die Verleihung unterzeichnet.

Vollständigen Bericht als PDF lesen

Laudatio

„Anno neunzig war's, post Christum natum,
Ich weiß nicht mehr genau das Datum,
Da sprach zu uns Ulla, die Taffe,
Wetten, dass ich es bald schaffe,
Eine Bibliothek zu gründen,
In der jedermann kann finden
Bücher über alle Missetaten
Jenes roten Potentaten,
Die uns einst Chrustschow enthüllt,
Jäh gestürzt sein Götzenbild.
Gesagt, getan - zwar war's nicht leicht -‚
Hat ihr Ziel sie doch erreicht.
Und im Jahre schon darauf
Machte ihre Bibliothek sie auf
Unter Prominenz-Begleitung.
Übernahm auch gleich die Leitung.
Mit erstaunlichem Elan
Schaffte Bücher sie heran.
Hat auch keine Zeit verloren,
Zu gewinnen auch Sponsoren
Und so manchen Widerstand
Sie mit Power überwand.
Gab es doch zu allen Zeiten
Immer wieder Schwierigkeiten
Nächtens setzten Bubenhände
Unter Wasser viele Bände
Mehrmals galt es umzuziehen
Unter allergrößten Mühen.
Freunde wurden plötzlich Feinde.
Dennoch wuchs ihr die Gemeinde.
Und so hat sie unbeirrt
Zum Erfolg ihr Werk geführt.
Fürsprach vieler ward erhört,
Die verdiente Ehr ihr heut gewährt.
Das finden wir alle wunderbar
Und bringen Dir, liebe Ulla, unseren Glückwunsch dar!“

Dieter Pommerenke, Falkensee, den 10. Januar 2012

Dankesrede von Ursula Popiolek

Anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 10. Januar 2012

Wie freue ich mich, dass Sie alle da sind!

Sehr geehrter Herr Staatssekretär, verehrte Gäste und meine lieben Freunde!

Heute ist es nicht an mir, eine Rede zu halten, das tat ich im November 2010 anlässlich des 20. Jahrestages unserer Gedenkbibliothek in der Nikolaikirche. Dort brachte ich einige Höhen und Tiefen aus der Geschichte der vor inzwischen 21 Jahren ins Leben gerufenen damaligen kleinen Bibliothek verbotener Bücher und Begegnungsstätte in Erinnerung.

Es sind auch heute Freunde, Mitglieder, Mitstreiter, ja Mitkämpfer der ersten Stunde bei uns. Ihnen sprach ich damals meinen großen Dank aus. Auch heute möchte ich diesen Dank wiederholen – aber beginnend mit dem ganz offiziellen Dank an den Herrn Bundespräsidenten, an den Regierenden Bürgermeister von Berlin und so persönlich hier vor allen Gästen an Sie, sehr geehrter Herr Staatssekretär Schmitz.

„Wenn ich in dieser Auszeichnung nicht die tiefe Achtung und Verbeugung vor den unzähligen politischen Opfern, Verfolgten und Widerständlern der zweiten deutschen Diktatur sehen würde, fühlte ich mich unberechtigt für eine solche Würdigung. [...] Ich nehme diese Auszeichnung stellvertretend entgegen und bin stolz darauf, dass sich damals in einer der allerersten Aufklärungseinrichtungen das Schweigen vieler ehemaliger politischer Opfer und demokratischer Widerständler brach.“

Ich bedanke mich an dieser Stelle auch für die unzähligen ganz privaten Glückwünsche. Für Sie alle und mich möge viel von dem in Erfüllung gehen, was wir einander wünschen!

Nochmals herzlichsten Dank an Sie, sehr geehrter Herr Staatssekretär, an Sie, sehr geehrte Gäste, an die uns mit Tönen und Worten verwöhnt habenden Künstler sowie an Euch, alle meine lieben Freunde und ganz besonderen Dank der jüngsten Künstlerin, meiner lieben Enkelin Laila.